la tour Pyreneen

der halb-live Reisebericht von Anett und Dierk

1. Tag 21.8.03 die halbe Anfahrt

gegen Mitag ging die Fahrt von Darmstadt Richtung Saarbrücken los.
Übernachtung im roten Escort irgendwo an der N141.

 

2. Tag 22.8.03 der Rest der Anfahrt

Um 9:30 ging die Fahrt weiter. Nach einem Supermarkt und einer super teuren Tankstelle kamen wir am Atlantik an.
Die Zeltplatzsuche endete bei Maya auch das Auto fand dort einen von Surfern bewachten Parkplatz.
Baden im Atlantik und Einkauf in einem der größten Supermärkten Frankreichs

 

3. Tag 23.8.03 der 1. Tag auf dem Fahrrad

Die 1. Etappe ging von Guéthary nach St-Jean-de-Luz. Dort mußte Dierk noch schnell sein überflüßiges 2. Notebook nach Hause schicken. 2 Besuche in Mobilfunkläden brachten keine weiteren Erkenntnisse, wie man in Frankreich sich mit einer Pre-Paid Karte ins Internet einwählen kann.
Die Steigungen sind schon von der steilern Sorte. Der meißt genutzte Gang ist der kleinste.
Das Nachtlager haben wir am Grenzstein Nr. 50 wahrscheinlich auf einem Mäusebau aufgeschlagen. Die Mäuse waren jedoch nach einiger Zeit ruhig. Das einzige, dass die Nachtruhe noch störte war ein Pferd mit Kuglocke umhängen.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 12,0 Km/h Km: 38,2



4. Tag 24.8.03 die bisher härteste Etappe

Die Etappe ging vom Grenzstein 50 über diverse Pässe wieder runter nach Elizondo auf 200 Höhenmeter. Der höchste Pass war 795m hoch.
Da wir versehentlich einen Umweg von 10 Km und entsprechend vieler Höhenmeter gemacht haben, wollten wir in Elizondo einen Campingpatz aufsuchen. Leider sind die Leute dort etwas komisch. Die bezeichnen Thunfischbaguetts als vegetarisch. Daher gab es dort keinen Campingplatz. Also folgten wir der Route, um einen geeigneten Schlafplatz zu finden. Da das Land sehr uneben ist, ist es gar nicht so leicht einen Platz zum Schlafen zu finden. In Beartzun wurden wir von einem Hagel-Gewitter-Schauer überrascht. Nach einer Stunden ausharren in einem leeren Zigenstall ging es weiter. Jeden den wir nach einem Platz für unser Zelt fragten schickte uns ein paar Kilometer weiter. Daher fuhren wir die Etappe schließlich doch zu ende und landeten um 21:00 in Aldudes. Von dort wurden wir nach Urepel auf einen Campingplatz geschickt. Der Campingplatz entpuppte sich als absolut mini. Ausser uns war nur ein Dauercamping-Ehepaar auf dem Platz. Das Ehepaar wies uns einen Gemeinschaftsraum als Schlafplatz zu. So mußten wir kein Zelt aufbauen, und konnten uns ausgiebig um das Abendessen kümmern.

Tageskilometer: 53,64 Durchscnitt: 9,49

5. Tag 25.8.03 Erst Schinden dann Baden

Obwohl wir kein Zelt abbauen mußten, kamen wir wegen Bremseneinstellung und kleinerer Bastelarbeiten erst um 11:30 weg.
Die Etappe entpuppte sich als noch schwieriger als die vom Vortag. jeder Meter, den man fahren konnte kam einem als Erholung vor. Der größte Teil des Weges war für Wanderer oder Mountainbiker ohne Gepäck gedacht. Nach jeder Menge geschobener Meter überquerten wir den Pass auf 1180 Meter. Vorbei an dem Wallfahrtsort Roncesvalles ging es auf einer richtigen Straße nach Burguete. Man sollte ja meinen in so einem Ort bekommt man jede Menge Baguette. Aber weit gefehlt. Vor dem einzigen Supermarkt mußten wir erst eine halbe Stunde warten, da die Mittagspause erst um 17:00 endete, Baguette gab es trotzdem nicht.
Auf der Strasse ging es dann weiter auf den Campingplatz Urrobi. Für 10,80 € absolut nobel und sauber. Neben einem Schwimmbad gab es dort auch einen winzigen Stausee. Obwohl das Wasser so kalt wie ein üblicher Gebigsbach war, gönnten wir uns ein Bad.

Tagekilometer: 23,11 Durchschnitt: 7,81

 



6. Tag 26.8.03 Die Abkürzung über die Straße

Nach der harten Tour vom Vortag entschieden wir uns eine Abkürzung über richtige Straßen zu nehmen, um etwas schneller vorwärts zu kommen.
Trotz Nieselwetter brachen wir um 10:00 auf. Nach einigen Kilometern war es so heiß wie eh und jeh. Wie erwartet konnten wir au der Straße locker etliche Kilometer zurücklegen. Um 12:30 machten wir eine Mittagspause in Ezcároz im Kirchgarten.
Nachmittags ging es nocht über 1400 Höhenmeter und wieder runer nach Isaba. Dort trafen wir 2 deutsche Wanderer, die gerade vom Mittelmeer kamen. Sie machten uns nicht viel Hoffnung, dass man die Wanderwege mit dem Fahrrad bestreiten kann. 6 Kilometer richtig Norden fanden wir einen komfortablen Campingplatz mit Kletterwand und ähnichem Schnickschnak.
Morgen soll es mal wieder auf eine richtige Etappe gehen.

Tageskilometer: 69, Durchschnitt: 15,25

 

7. Tag 27.8.03 Die Fahrradschieber

Der Tag an dem wir uns entschloßen nicht mehr au das Buch zu hören.
Wir haben etwas verschlafen, und sind um 10:00 nach Zuriza aufgebrochen. Die 2 Stunden bis Zuriza konnte man noch komfotabel radeln. Auf dem örtlichen Campingplatz kauften wir uns ein Mittagessen und fuhren weiter den Berg hoch. Nach 2,5 Km endete die Straße. Wir schoben noch etwa 1 Km zu einer Nothütte und gönnten uns ein Mittagessen. Da wir einsahen, das es unmöglich ist den Pass mit den vollgepackten Rädern zu überqueren, entschloßen wir erst jeweils 2 Taschen hochzutragen und dann die Räder zu holen. Nachdem wir die Taschen oben hingelegt haben, und auf dem Rückweg zu den Rädern waren, überlegten wir, dass es auch mit weniger bepackten Rädern super schwer ist die Räder da hoch zu bringen. Also gingen wir wieder hoch, hohlten die Taschen, nahmen die Räder mit und fielen um 19:30 auf dem Campinplatz Zuriza ein.

Tageskilometer: 22,46 mit dem Rad + 12 Km zu Fuß, Durchschnitt: 8,33

 

8. Tag 28.8.03 Zuriza --> Jaca

Auf richtigen Strassen fuhren wir in die relativ große Stadt Jaca (14.000 Einwohner). Die Stadt ist ziemlich schön, aber vollkommen von Touristen belagert. Mitten in der Stadt ist eine rießige Zitadelle, in die man aber nur mit Führung reinkommt.
In dieser Stadt nam ich es auch in Angriff eine Pre-Paid Telefonkarte mit Internetzugang zu organisieren. Prinzipiell ist es in Spanien auch viel einfacher als in Frankreich, wo es schlicht unmöglich ist mit einer Pre-Paidkarte Internetzugang zu erlangen. Wäre da nicht die rießige Sprachbarriere. Weder in den Mobilfunkläden noch sonstwo sprachen die Leute etwas anderes als spanisch. Lediglich in einem Computerladen sprach eine Frau etwa französisch. Allerdings super schlecht. Da kam ich mir mit meinem durchschnittlich 5 Punkte-Schulfranzösisch richtig gut vor. Zumindest konnte ich ihr klarmachen, wass ich wollte. Mit Hilfe von Googles Übersetzungservice konnten wir uns dann etwas verständigen. In einem Movistarladen organisierte ich eine Telefonkarte, in dem Computerladen wurde dann die Interneteinwahl eingerichtet. Nach der Besichtigung der Zitadelle von aussen machten wir uns auf den Weg zu einem Campingplatz. 3 km in die richtige Richtung sollte es einen geben. Leider war dieser stillgelegt. Also zurück in die Stadt und noch mal 3 Km den Weg den wir gekommen sind zurück auf einen recht miesen teuren Campingplatz.

Tageskilometer: 88,75 Durchscnitt: 17,6

 

9. Tag 29.8.03 Der Tag der großen Strassen

Da wir am Vortag während der 88 Kilometer noch keine Gelegenheit hatten uns von der Schieberaktion zu erholen, kamen wir erst kurz nach 12:00 Uhr in die Gänge. Fast wurde uns ein weiterer Tag in Rechnung gestellt, da man schon um 12:00 Uhr den Platz zu verlassen hatte. Auf den großen Strassen setzten wir unseren Weg fort. Man sollte die auf der Landkarte rot eingezeichneten Strassen lieber meiden. Teilweise 3-Spurig überholten uns ständig Autos und LKWs. Der einzige Unfall eriegnete sich in Darmstadt. Während eines Telefongesprächs mit dem Büro Darmstadt ist dort ein LKW in die Fassade gefahren. In Garfin fielen wir auf den bisher nobelsten Campingplatz eingefallen und haben uns erst mal ein Mittagsschlaf gegönnt. Danach gönnte sich Anett einen Ausflug in den Pool. Mir war es allerdings viel zu kalt.

Tageskilometer: 36,46 Durchscnitt: 18,12

 

10. Tag 30.8.03

Um 11:00 verließen wir den Campingplatz und machten uns gemütlich auf den Weg nach Torla. Besonders weit war es nicht, allerdings zählen hier nur die Höhenmeter und nicht die weite. Nach mehreren Pausen kamen wir an. Das typische Bergdorf Torla war komplett von Touristen belagert. Nach einem Einkauf in dem Ortsansässigen Supermarkt wollten wir einen Ausflug in den Nationalpark machen. Leider wurden wir von dem Schrankenmann zurückgewiesen, weil man weder mit dem Fahrrad noch sonstwas in den Nationapark reinfahren durfte. Also fuhren wir auf den Campinglatz San Anton und schlugen unser Zelt auf. Nach einem 0,5h Mittagsschlaf meinerseits machten wir uns zu Fuß auf den Weg. Nach einer 4 Stündigen Wanderung waren wir wieder zurück.

Tageskilometer: 30,59 Durchscnitt: 12,8


11. Tag 31.8.03

Um 11:00 , nach einem langen Aufstehkampf, weil es einfach mal kalt ausserhalb des Schlafsacks war, schwngen wir uns auf die Räder. Die erstan 8 Kilometer konnten wir komfortabel rollen. Allerdings rollten wir dabei von 1100 Höhenmeter auf 810m runter. Danach ging es auf 12Km auf 1300m Hoch. Entsprechend brauchten wir auch 2 Stunden. Dann waren wir wieder am Fuß eines Nationalparks. Den Nachmittag verbrachten wir mit einer Wanderung und einem Piknick im Canyon des Nationalparks. Da die Strasse am Fluß entlang eine Einbahnstrasse war, mussten wir noch einen weiteren Umweg über noch weitere Höhenmeter machen. Allerdings wurden wir dabei mit einer super Aussicht und einer noch schöner kilometerlangen Abfahrt belohnt. In der Nähe von Escalona fanden wir einen schönen Platz am Strand eines Flußes um frei zu campen. Leider hat es sofort nach unserer Ankunft angefangen zu regnen, so dass wir das Zelt aufbauten und im Zelt zu abend asen. Gerade eben in einer Pinkelpase musste ich noch eine harte Entdeckung machen. Auf dem Strand rennen Miniskorpione rum.

Tageskilometer: 55,78 Durchschnitt: 14,74

12. Tag 1.9.03

Um 8:18 wurden wir von einem Parkranger geweckt. Er erklärte uns, dass es an dem Fluß zu gefährlich ist zu campen. Nach dem Frühstück warteten wir noch etwa eine Stunde bis die Sonne hinter dem Berg hervorkam und all unsere Sachen trocknete. Zurück auf der Strasse fuhren wir weiter, vorbei an einem Elektrizitätsmuseum, nach Salina. Da es weit und breit keinen Supermarkt gab, fuhren wir auf den Campingplatz Les Valles, um einzukaufen und mittags zu essen. In dem Ort Plan gab es keinen vernünftigen Platz zum Campen. Also namen wir die nächste Etappe in Angriff. Auf einer Schotterstrasse sollte es auf 2005 m hoch gehen. Nach 6Km überraschte uns mal wieder ein Regen. Deshalb schlugen wir das Zelt auf dem nächstbesten ebenen Platz auf. Nach etwa 0,5h endete der Regen, und wir kochten uns ein Abendessen. Da es hier millionen von Fliegen gibt flüchteten wir schon sehr früh ins Zelt.

Tageskilometer: 32,11 Durchschnitt: 10,68

 

13. Tag 2.9.03 Der dunkle Tag

Am Vortag mußte ich mir eine Margen und Darmgrippe eingefangen haben. Jedenfalls mußte ich ab 12:00 Nachts mich jede halbe Stunde übergeben. Am Morgen konnte ich mich nur zum übergeben aus dem Zelt begeben. Bis 12:00 mittags harrten wir im Zelt aus. Wir beschloßen nicht für immer im Zelt zu bleiben, sondern zu zu der schon am Vortag angepeilten Nothütte auf 2005m aufzusteigen. Da es für mich unmöglich war mit dem beladenem Fahrrad hochzufahren, brachte Anett erst ihr Gepäck hoch, und hohlte mich dann ab. Obwohl ich Anetts unbeladenes Fahrrad und Anett mein beladenes Fahrrad die gerade mal 6Km schob, kam es mir vor wie eine Ewigkeit. Oben angekommen mussten wir fesststellen, dass ein Großteil von Anetts Gepäck gestohlen wurde. 2 komplette Fahrradtasche wurden gestohlen, eine wurde fast vollständig augeräumt. Schlafsack, Isomatte, Klamotten und fast unser komplettes Essen war weg. Nach erfolgloser Suche machten wir ein Feuer im Kamin der Hütte und kochten aus Reis und Zucker, das einzige was uns verblieben war, einen kleinen Milchreis ohne Milch.

Tagekilometer: 6Km geschoben Durchschnitt: ca. 4Km

 

14. Tag 3.9.03

Da wir nichts zu essen hatten, rollten wir gegen 11:00 ins nächste Tal nach El Run herunter. Die Rezeptionsdame des örtlichen Campingplatzes sprach perfekt deutsch, die 1. übrigens, der wir in Spanien begegnet sind. Sie übernahm die Diebstahlsangelegenheit und telefonierte mit Polizei, Rathaus und Bergwacht der umliegenden Dörfer. Da aber bis zum Abend nichts gefunden wurde, kauften wir im nächstbesten Outdoorladen eine Isomatte und einen Schlafsack für Anett. Immer noch billiger als eine Nacht im Hotel.

Tageskilometer: 24,14 Durchschnitt:12,20